Hamburg, 11.03.08

 

Ekel

 

Nein, nein, nicht Angst
und auch kein Zorn
stehen am Beginn
dort steht allein der Ekel.

Ekel vor dem guten Mann,
Ekel vor zu sauberen Büros,
Ekel vor jedem Schluck am Abend
Ekel vor Wörtern am bezahlten Mund.

Dort, wo eben noch die Liebste war,
hängen Kokosfetzen nun von Keksen,
die andere vor mir schon gegessen
von Tellern, die so lieblos sind.

Man könnte meinen Hass,
auch an Depression hab ich bereits gedacht,
weils dunkel mir erscheint in diesen Stunden,
in denen mit Geld gekettet ich verrichte,

Was wertvoll anderen scheint,
was niemand mehr verstehen will,
was diese Zeilen schreibt und mich betäubt,
was Ekel nur erzeugt und später mehr.