Hamburg, 21.05.07

 

 

Manchmal träume ich von fränkischen Feldern

Ich ziehe das Laken über die Rübenfelder
mit ihren schwarzen Vögeln an den Rändern.
Ich verscheuche die Geister im feuchten Haus
und werde ohne Heimat ein wenig traurig.

Die Kinder an meinem Tisch sind hungrig,
aber essen wollen sie meine Suppe nicht.
"Das liegt an den Zeiten", höre ich mich sagen.
Ich spüre Zorn und möchte heftig schreien.

Ob sie mich hören kann, die neben mir liegt?
Mit mir unter einem Laken, das sich lose spannt
wie Nebeldecken an manchem Morgen
über weite Felder und schwarze Vögel.